Bis die Kirche jedoch die feierliche Weihe erhält, gehen noch viele Jahre ins Land. Am 30. September 1770 ist es endlich so weit: Weihbischof Josef Heinrich Bischof zu Antipatix erteilt dem Gotteshaus den festlichen Segen. Er kommt bereits einige Tage früher in den Frankenwald, um mit Pfarrer Mitlacher Details für das große Fest zu besprechen. Der Konsekrotionsakt erfolgt früh um 7 Uhr nach der Frühmesse und dauert bis um 11.30 Uhr. Alles verläuft zur Zufriedenheit des Bischofs ab. Entsprechend erlesen sind die Speisen beim Mittagsmahl mit insgesamt 20 Personen.
Dem erlesenen Kreis wird aufgetischt:
„Sauerampfer-Suppe und alte Hühner, Rindfleisch mit Gren, Senft, Kümmerling und Rote Rüben, Wirsching mit 2 Gänse, 1 Fasan mit gesulzten Zitronen, Pasteten mit einem Auerhahn, junge Hasen, ein gebratener Kalbschlegel mit gesulzten Weintrauben, vier Enten mit Wirsching, zwei Rehschlegel, Feldhühner, ein Huhn extra, ein Schinken, dann dürre Zunge, Salat und Kernobst“, außerdem verschiedene Konfekte, herrlich und rar. Dazu dreierlei Weine: Burgunder, Rheinwein und Frankenwein.